Porto Cristo – Geheimtipp im Osten Mallorcas
- admin
- Apr., 16, 2015
- Allgemein
- No Comments.
Keine betonierten Bettenburgen, kein nennenswertes Nachtleben und kein Massentourismus – dafür ursprüngliches Mallorca mit jeder Menge Ruhe und Erholung. Willkommen in Porto Cristo, dem Fischerdorf im Osten der Baleareninsel.
Seinen Namen erhielt der Ort wegen der Christusstatue, die einst ein Schiffbrüchiger zum Dank an seine Rettung spendete. Passiert sein soll das der Legende nach im Jahr 1260, aber erst 1888 wurde der Ort gegründet. Relativ jung ist auch die Ortskirche, die erst zwischen 1916 und 1922 erbaut und 1964 um den Glockenturm erweitert wurde. Diese Kirche stellt außerdem die einzige Sehenswürdigkeit in der Altstadt von Porto Cristo dar. Etwas außerhalb sind noch die Überreste einer christlichen Basilica aus dem 5. Jahrhundert vorhanden – in Form eines Taufbeckens.
Beliebtes Ausflugsziel und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Mallorcas, sind die Drachenhöhlen. Jedoch fahren die Busse nach erfolgter Besichtigung wieder Richtung Hotelheimat, weshalb es so ruhig ist. Zudem sind die wenigen Hotelbetten großteils in einfachen Pensionen zu finden und das macht Porto Cristo für Rucksack- und Individualtouristen interessant.
Bedeutsam ist außerdem die Meerjungfrauenskulptur am Passeig de la Sirena. Während des spanischen Bürgerkriegs wurde sie zerstört und anlässlich des 100jährigen Bestehens der Stadt neu aufgestellt. An gleicher Stelle findet sich auch der Wochenmarkt, der an Sonntagen seine Pforten öffnet. Neben Obst, Gemüse und Fisch bieten Händler außerdem Bekleidung an.
Überschaubar ist auch das Restaurantangebot, wenngleich es ein paar sehr gute Lokale mit gutem Preis-Leistungsverhältnis gibt. Der „Roland“ gehört seit einigen Jahren zum fixen Bestandteil der Szene und die Karte ist klein gehalten. Sie präsentiert sich, den beruflichen Stationen des Küchenchefs geschuldet, aber auf sehr hohem Niveau.
Etwas versteckt und berühmt für seine Kuchen ist das La Magrana, ein Café mit bezauberndem Innengarten und kreativen, preislich günstigen Mittagsmenüs. Als Geheimtipp für Fisch gilt das Quince, das direkt im Hafen liegt und mit dem Blick auf die unzähligen Boote quasi Seemannsfeeling liefert.
Gesprochen wird in Porto Cristo vornehmlich in Spanisch und Englisch, weil der Ort von Deutschen bis dato noch nicht als Urlaubsdestination entdeckt wurde.