Romantische Strände und faszinierende Tiefen – der Osten Mallorcas
- admin
- Jan., 22, 2015
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Licht und Schatten liegen nirgendwo näher zusammen als im Osten Mallorcas. Lange Sandstrände mit flachen Ufern und nur wenige Kilometer weiter ein Schattenreich das Seinesgleichen sucht.
Weitgehend unbewohnt ist das Gebiet der Gemeinde Artà, die sich über weite Teile des Llevant-Gebirges erstreckt. Der 25 Kilometer lange Küstenabschnitt blieb trotz aller touristischer Bemühungen unberührt, weshalb die Regierung diesen zum Meeresschutzgebiet erklärte. Die Stadt Artà selbst wurde bereits vor 3000 Jahren besiedelt, was durch Ausgrabungen und historische Stätten belegt ist. An Sehenswürdigkeiten sind die Wallfahrtskirche Sant Salvador hervorzuheben und das Regionalmuseum, das die handwerkliche Geschichte der Region erzählt.
Etwas weiter südlich beginnen die Buchten mit kilometerlangen Sandstränden, die auch für den Massentourismus verantwortlich waren. Cala Millor und Sa Coma bilden dabei die Pauschalkolonien, wie Einheimische die Touristenhochburgen abschätzig bezeichnen. Einen anderen, etwas ruhigeren Weg ging hingegen Son Servera, wo einer der schönsten Golfplätze der Mallorcas liegt.
Die Schatten der Insel liegen bei Porto Cristo verborgen. Unzählige Höhlen befinden sich hier, wobei nur die beiden größten für Besucher offiziell zugänglich sind. Die Drachenhöhlen sind 1200 Meter lang und haben eine Luftfeuchtigkeit von 80%. Das Außergewöhnliche an dieser Höhle ist jedoch der unterirdische See, der zu den größten der Welt zählt. Aber auch die Altstadt mit vielen historischen Gebäuden ist sehenswert. Die Bucht hingegen besteht zum größten Teil aus dem Jachthafen, der sich bis in die Flussmündung im Landesinneren zieht.
Die dichten Wälder der Gemeinde Manacor legten den Grundstein für den bedeutendsten Einkommenszweig, die Möbelherstellung. Berühmt ist die Gegend aber vor allem für seine Kunstperlen, die dort hergestellt werden. 1902 gründete ein Deutscher die erste Perlenfabrik, die heute noch besteht. Viele kleine Geschäfte in der Altstadt verkaufen sie als Souvenirs und verarbeitet als Schmuckstücke. Der berühmteste Bewohner der zweitgrößten mallorquinischen Stadt, Rafael Nadal, errichtet hier übrigens ein Tennis-Leistungszentrum. Dies auch, um den Tourismus anzukurbeln, der durch die Lage im Landesinneren nicht sehr ausgeprägt ist.